Bundesdatenschutzbeauftragter fordert mehr Transparenz bei der Bonitätsbewertung

Die Schufa war unter anderem ein Thema auf der Konferenz des Bundesverbraucherschutzministerium über Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt in Berlin.

Peter Schaar - der Bundesdatenschutzbeauftragte - sieht von Seiten des Gesetzgebers Handlungsbedarf bei der “automatischen Bonitätsprüfung von Verbrauchern mit Hilfe von Scoring-Verfahren”. Mittels klarer rechtlicher Rahmenbedingungen soll mehr Transparenz für den Verbraucher erreicht werden. Unter anderem hat er auch eine Offenlegung der statistisch-mathematischen Merkmale für das Scoring gefordert. Das Netzpolitik-Blog war vor Ort und aus dem Blogeintrag eine Zusammenfassung der Worte von Schaar: Die Frage nach Minimierung von Risiken wäre nicht alleine entscheidend. Entscheidend wäre auch die Diskriminierung aufgrund von falschen Parametern. Und die fehlende Transparenz wäre ein weiterer Hauptpunkt. Verbraucher würden schon vor Kreditvergabe abgewiesen und niemand würde ihnen erklären, warum.

Bei der Schufa sieht man das natürlich anders und der Vorstandsvorsitzende der Schufa - Rainer Neumann - sagte unter anderem: “Score-Verfahren sorgen dank höherer Trennschärfe dazu, dass Kredite effizienter vergeben werden und die Zinsen günstig gehalten werden”. Das mag schon sein. Im Grund genommen finde ich es auch durchaus fair, das jemand mit guter Bonität weniger Zinsen zu zahlen hat. Aber wie oft sind sie unfair gegenüber Verbrauchern? Und für kaum einen Verbraucher dürfte die Schufa wirklich zu durchblicken sein.

Wie wäre es denn, wenn zum Beispiel eine Schufa-Auskunft das ein Unternehmen erhält, gleichzeitig auch dem Verbraucher vorgelegt werden müsste?

Der Beitrag wurde am Montag, den 19. März 2007 um 13:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter Schufa abgelegt. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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